HIT und HIIT … deine Abkürzungen zur Strandfigur

Sie sind überall – sie bewegen sich gleichmäßig oder heben Gewichte. Doch treten sie meistens auf der Stelle wenn es um die Erreichung ihrer Ziele geht. Du siehst sie auf der Straße, im Park, im Fitnessstudio, im Schwimmbad – (fast) zu jeder Tageszeit und auf der ganzen Welt.

Sie, das sind Walker, Jogger, Hantel- bzw. Maschinentrainierende, Ellipser (ok, das Wort gibt es nicht), Stepper, Schwimmer, Fahrradfahrer und viele mehr, die ihr Training mit geringer Intensität absolvieren. Sie investieren sehr viel Zeit und Energie in ihre Cardio- oder Fitnessstudio-Einheiten, dabei ist die Fettabbau-Rendite gering. So trotten sie dahin, manche gut, die meisten bescheiden gelaunt, nie am Limit aber immer in der Hoffnung das Richtige zu tun – für den Körper. Muss ja helfen. Das eigentliche Ziel, nämlich die Wäsche vom Bauch zu nehmen um das Brett oder Sixpack frei zu legen gerät zum unerreichbaren Wunschtraum, ja zum Mythos.

Doch der jahrelange Fitnessmarathon muss nicht sein: es gibt Abkürzungen* die bei konsequenter Anwendung viel schneller zum Ziel führen, die den Waschbrettbrauch im Zusammenspiel mit guter Ernährung zur Realität werden lassen, die einem mehr Zeit für andere Aktivitäten geben. Mehr netto vom brutto, wer will das nicht.  Diese Abkürzungen zu gehen ist nicht leicht, der Weg ist mitunter viel steiniger als auf der Hauptstraße, aber die Anstrengung lohnt sich und macht glücklich und liegt sogar in unserer Natur. Intensives Training in Farbe führt zu HD, High Definition für den Körper gewissermaßen.

Diese Abkürzungen heißen HIT und HIIT, wobei erstere für High Intensity Training, die andere für High Intensity Interval Training steht.

HIT ist eine Methodik für das Training mit Gewichten, für das Krafttraining. Ziel ist hier die Muskeln bzw. die Muskelgruppe in kürzester Zeit – meist reicht ein einziger Trainingssatz – zur Erschöpfung, ja zum Versagen zu bringen. Ob dies beim Training zu Hause oder im Fitnessstudio passiert ist zweitrangig. Da der Körper das Versagen nicht mag, versucht er durch erhöhtes Muskelwachstum das nächste Mal besser auf die Situation vorbereitet zu sein.

HIIT dreht dagegen im Konditionstraining in Intervallen den Pegel immer wieder zum Anschlag der Erschöpfung. Die Methode hat mit dem Nachbrenneffekt, EPOC genannt (= Excess Postexercise Oxygen Consumption) einen treuen Begleiter, der bis zu 72 Stunden nach dem Training noch dem Fett zu Leibe rückt. Das führt zum Schmelzen des Körperfetts und das viel schneller als bei klassischem Ausdauertraining und ohne Risiko für die bestehende Muskelmasse – im Gegensatz zum Training im Niedrigfrequenzbereich.

Gemeinsames Element beider Abkürzungen ist die High Intensity, man darf also ins Schwitzen kommen, nach Luft japsen und die Muskeln so zum brennen bringen das sie säuerlich auf werden – und das bei jeder einzelnen Einheit.  Als Belohnung für die Anstrengung sorgen beide Methoden dafür dass der Körper nahezu rund um die Uhr Fett verbrennt – ganz egal ob du am See oder auf der Couch liegst.

*natürlich haben auch lange Cardioeinheiten (meistens) positive Effekte auf die Gesundheit und die Fitness. Manchen Menschen gefällt die Art und Weise des niedrigintensiven Trainings und die oft langen Einheiten, ganz alleine im Kampf mit den Elementen. Doch die Fans des sog. LISS (Low Intensity Steady State) können stark von der Integration hochintensiver Einheiten in ihren Trainingsalltag profitieren.

In die Umsetzung kommen:

Die perfekten Bücher um direkt mit dem Training einzusteigen und tiefer in die Materie einzusteigen (ich habe beide Bücher gelesen und kann sie sehr empfehlen):